FAQ – Häufig gestellte Fragen

Was ist eine MPU und wann muss ich zur MPU?

Die MPU – kurz für Medizinisch-Psychologische Untersuchung – ist eine amtlich angeordnete Eignungsuntersuchung, die klären soll, ob Sie wieder sicher am Straßenverkehr teilnehmen können. Sie wird angeordnet, wenn Sie mit einem Alkoholwert von 1,6 Promille oder mehr am Steuer erwischt wurden, wenn Sie mehrfach unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gefahren sind, wenn Sie 8 oder mehr Punkte in Flensburg angesammelt haben oder wenn Sie bestimmte Straftaten im Straßenverkehr begangen haben. Die MPU besteht aus drei Teilen: einem medizinischen Untersuchungsteil, einem psychologischen Gespräch und einem Leistungstest (Reaktion, Konzentration).

Was macht Annett Hagen bei der MPU Vorbereitung?

Annett Hagen ist Diplom-Sozialpädagogin und Suchttherapeutin mit über 35 Jahren Erfahrung in der Suchtberatung. Sie bereitet Sie individuell und persönlich auf die MPU vor – in Einzel- oder Gruppenberatung, an ihren Standorten in Recklinghausen und Lüdenscheid. Der Schwerpunkt liegt nicht nur auf dem Bestehen der Prüfung, sondern auf einer echten, glaubwürdigen Aufarbeitung Ihrer persönlichen Geschichte. Denn das ist es, was Gutachter bei der MPU wirklich überzeugt.

Wie lange dauert eine MPU Vorbereitung?

Die Dauer richtet sich immer nach Ihrer individuellen Situation. Aus langjähriger Erfahrung weiß ich: Für eine nachhaltige Einstellungs- und Verhaltensänderung, die auch beim Gutachter glaubwürdig wirkt, sind in der Regel mindestens 15 Stunden erforderlich. Wer mit einem Wochenendkurs oder wenigen Stunden eine komplexe Suchtproblematik aufarbeiten möchte, unterschätzt die Anforderungen der MPU erheblich. Wir legen gemeinsam einen realistischen Zeitrahmen fest.

Wo findet die MPU Vorbereitung statt?

Ich biete meine Beratung und Schulung an zwei Standorten in Nordrhein-Westfalen an: in Lüdenscheid im SternenZelt (Wilhelmstr. 53, 58511 Lüdenscheid) und in Recklinghausen im Diakonischen Werk (Herner Straße 8, 45657 Recklinghausen). Termine sind flexibel – auch in den Abendstunden und am Wochenende – und werden nach Ihrem Bedarf vereinbart.

Was kostet eine MPU Vorbereitung?

Die Kosten für die Vorbereitung richten sich nach Ihrem individuellen Bedarf: der Anzahl der Sitzungen, der Art des Delikts und dem Umfang der erforderlichen Aufarbeitung. Im ersten Gespräch analysieren wir gemeinsam Ihre Situation und legen einen Zeitrahmen fest – dann erhalten Sie auch eine klare Kostenübersicht. Hinzu kommen die Kosten für die geforderten Abstinenznachweise bei einer Alkohol- und / oder Drogenfragestellung. (Haare, Blut oder Urin ) ca. 800 Euro sowie die eigentliche MPU-Begutachtung bei der Begutachtungsstelle (in der Regel 750–1450 € je nach einfacher oder doppelter Fragestellung seitens des Straßenverkehrsamtes. ), Des Weiteren entstehen Ihnen Kosten für die Beantragung eines Führungszeugnisses und die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis. Rufen Sie mich gerne an oder schreiben Sie mir per WhatsApp für ein erstes unverbindliches Gespräch.

Kann ich die MPU auch ohne Vorbereitung bestehen?

Statistisch gesehen bestehen bundesweit nur etwa 43,8 % aller MPU-Teilnehmer direkt beim ersten Versuch – und das sind vor allem diejenigen, die sich intensiv vorbereitet haben. Wer unvorbereitet zur MPU geht, unterschätzt insbesondere das psychologische Gespräch. Gutachter erkennen auswendig gelernte Antworten sofort. Was zählt, ist eine glaubwürdige, in sich stimmige Lebensgeschichte und eine echte Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten. Genau dabei helfe ich Ihnen.

Was passiert beim psychologischen Gespräch der MPU?

Grundsätzlich gilt :

Die MPU ist deutlich mehr als eine Formsache.

Der MPU- Kandidat ist Ursache für die MPU-Aufforderung und ist nicht etwa Opfer behördlicher Willkür.

Das psychologische Gespräch ist der entscheidende Teil der MPU. Ein Verkehrspsychologe der Begutachtungsstelle prüft in einem etwa einstündigen Gespräch, ob Sie Ihr früheres Fehlverhalten wirklich verstanden und aufgearbeitet haben, ob eine glaubwürdige Verhaltensänderung stattgefunden hat und ob Sie in Zukunft sicher am Straßenverkehr teilnehmen werden. Es geht nicht darum, die „richtigen“ Antworten zu kennen – es geht darum, Ihre persönliche Geschichte authentisch und selbstkritisch darzustellen. Das ist der Kern meiner Vorbereitung.

Was ist ein Abstinenznachweis und brauche ich einen?

Ein Abstinenznachweis ist ein labormedizinischer Nachweis (Blut, Urin oder Haare), der belegt, dass Sie über einen bestimmten Zeitraum keinen Alkohol oder keine Drogen konsumiert haben. Bei einer MPU wegen Alkohol und Drogen ist ein solcher Nachweis zwingend erforderlich – je nach Ausgangslage bis zu 15 Monaten. Die Dauer der Abstinenzzeit hängt u.a. auch davon ab, inwieweit Sie bereits eine stationäre suchtmedizinische Rehabilitation und oder Entgiftungsbehandlung durchlaufen haben oder nicht, ob Sie mehrfach rückfällig wurden etc. Auch hier gilt es für Sie eine passgenaue Lösung zu finden. Die Vorstellung, dass ein sogenanntes kontrolliertes Trinkprogramm die Lösung ist, halte ich für eher fragwürdig, insbesondere bei Menschen, bei denen sich ein eindeutiger Alkohol / Drogenmissbrauch und / oder Abhängigkeit abbildet. Ich wüsste in meiner langjährigen Praxis keinen Fall, bei dem das gelungen ist. Kunden kommen jedoch nach einer oder mehrerer negativer MPUs zu mir , da sie in Richtung des“ kontrollierten Konsums „komplett falsch beraten wurden.

Kann ich die MPU Vorbereitung auch online machen?

Ich lege großen Wert auf persönliche Beratung vor Ort – denn gerade bei suchtbezogenen Themen ist der direkte, vertrauliche Kontakt durch nichts zu ersetzen. Für bestimmte Gesprächsanteile und ergänzende Beratung ist jedoch auch eine Beratung per Telefon oder Video möglich. Sprechen Sie mich gerne darauf an, welche Form für Sie am besten passt.

Was ist der Unterschied zwischen MPU Beratung und MPU Vorbereitung?

Die MPU Beratung ist der erste Schritt: Wir analysieren gemeinsam Ihre Aktenlage, klären ob und wann eine MPU angeordnet wird, besprechen die nächsten Schritte und prüfen, ob ein Abstinenznachweis erforderlich ist. Die MPU Vorbereitung ist die darauffolgende, intensive Schulungsphase, in der wir Ihre persönliche Geschichte aufarbeiten, Ihre Selbstreflexion schärfen und Sie gezielt auf das psychologische Gespräch und den kompletten Ablauf der MPU vorbereiten. Beides biete ich an – aufeinander aufbauend.

Was passiert, wenn ich die MPU nicht bestehe?

Ein negatives MPU-Gutachten bedeutet, dass Ihre Fahrerlaubnis nicht erteilt oder wiedererteilt wird. Es ist jedoch kein endgültiges Urteil. Ich analysiere mit Ihnen das Negativgutachten, arbeite heraus, woran es gescheitert ist, und entwickle mit Ihnen einen Plan für die erneute Vorbereitung. Viele meiner Klienten kommen nach einem Nicht-Bestehen und nach Vorbereitung durch andere MPU Vorbereitungskurse zu mir – und schaffen es beim nächsten Mal. Wichtig ist, die Ursachen ehrlich zu benennen und gezielt daran zu arbeiten.

Wie läuft das erste Gespräch bei Annett Hagen ab?

Das Erstgespräch ist unverbindlich und vertraulich. Wir sprechen über Ihre aktuelle Situation, den Anlass der MPU-Anordnung und Ihre bisherigen Erfahrungen. Ich gebe Ihnen einen ehrlichen Überblick über den Weg vor Ihnen – ohne Beschönigung, aber auch ohne unnötige Panikmache. Am Ende des Gesprächs wissen Sie, was konkret zu tun ist und wie eine realistische Vorbereitung aussehen kann. Sie können mich jederzeit telefonisch unter 0172 940 370 4 oder per WhatsApp oder über mein Kontaktformular erreichen.

Wie unterscheidet sich Annett Hagen von anderen MPU Beratern?

Der entscheidende Unterschied ist mein suchttherapeutischer Hintergrund. Ich bin nicht nur MPU-Beraterin, sondern ausgebildete Suchttherapeutin mit über 35 Jahren Erfahrung – unter anderem als therapeutische Leiterin in der stationären Suchtrehabilitation. Das bedeutet: Ich verstehe die Problematik hinter dem Führerscheinverlust auf einer tieferen Ebene . Ich verspreche keine schnellen Erfolge und keine Garantien – dafür eine ehrliche, fachlich fundierte und nachhaltige Vorbereitung.

Welche Delikte bereite ich vor?

Ich bereite Klienten auf MPU-Verfahren wegen aller gängigen Delikte vor: Alkohol am Steuer (auch bei hohem Promillewert oder Wiederholung), Drogen am Steuer (Cannabis, harte Drogen), Punkte in Flensburg (ab 8 Punkten) sowie Straftaten im Straßenverkehr. Auch bei besonders schwierigen Fällen – etwa nach mehrfach negativen Gutachten oder langer Führerscheinsperre – stehe ich Ihnen zur Seite.

Kann ich eine Sperrfrist verkürzen lassen?

Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung der gerichtlich festgesetzten Sperrfrist nach § 69a Abs. 7 StGB möglich. Dies setzt in der Regel voraus, dass Sie nachweislich an einer verkehrstherapeutischen Maßnahme teilgenommen haben und Abstinenz belegen können. Ich begleite Sie bei diesem Prozess und stelle Ihnen die erforderliche Bescheinigung über die Teilnahme an der Vorbereitung aus, die von allen zugelassenen Begutachtungsstellen anerkannt wird.

Was ist die Wiener Testbatterie und wie bereite ich mich auf den Leistungstest vor?

Der Leistungsteil der MPU prüft Reaktionsvermögen, Konzentration und Überblicksgewinnung – häufig mit computergestützten Tests wie der Wiener Testbatterie. Dieser Teil bereitet den meisten Klienten weniger Sorgen als das psychologische Gespräch, sollte aber nicht unterschätzt werden. Im Rahmen der Vorbereitung sprechen wir auch über diesen Teil und ich weise Sie auf Möglichkeiten hin, Ihre Leistungsfähigkeit gezielt zu testen.

Was ist der neue THC-Grenzwert und was bedeutet er für die MPU?

Seit dem 22. August 2024 gilt im Straßenverkehr ein neuer THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum. Wer mit einem höheren Wert am Steuer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro, einem Fahrverbot und – bei Wiederholung oder Auffälligkeiten – mit einer MPU rechnen. Auch in der Straßenverkehrsakte festgehaltene mehrfache Auffälligkeiten mit darunter liegenden THC- Werten können eine MPU – Aufforderung rechtfertigen. Das gleiche gilt im Übrigen auch bei Alkoholgrenzwerten unter 1,6 Promille. Auch nach der teilweisen Cannabis-Legalisierung gilt:Bekifft fahren ist verboten und kann zum Führerscheinverlust führen. Ich berate Sie zu den aktuellen Regelungen und bereite Sie auf eine mögliche MPU vor.

Kann mir auch eine Fahrradfahrt unter Alkohol den Führerschein kosten?

Ja – das ist vielen nicht bewusst. Wer mit einem Blutalkoholwert von 1,6 Promille oder mehr Fahrrad fährt, riskiert den Entzug der Kfz-Fahrerlaubnis und kann sogar zur MPU verpflichtet werden. Ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs bestätigt: Selbst wenn nur ein Fahrrad gefahren wurde, kann bei entsprechendem Promillewert die Fahrerlaubnis für Kraftfahrzeuge entzogen und das Führen fahrerlaubnisfreier Fahrzeuge untersagt werden. Wenn Sie in eine solche Situation geraten sind, sprechen Sie mich an.

Wie schnell bekomme ich einen Termin bei Annett Hagen?

Ich bin bemüht, Ihrem Anliegen zeitnah zu entsprechen. Erstkontaktgespräche vergebe ich in der Regel innerhalb einer Woche. Da jede MPU-Situation individuell ist und Zeit eine wichtige Rolle spielt – etwa für den Beginn eines Abstinenznachweises – empfehle ich, nicht zu lange zu warten. Rufen Sie mich einfach an oder schreiben Sie mir per WhatsApp: 0172 940 370 4.

Ist die Beratung bei Annett Hagen vertraulich?

Selbstverständlich. Alle Gespräche finden in einem vertraulichen, geschützten Rahmen statt. Ich unterliege der beruflichen Schweigepflicht. Kein Inhalt unserer Beratung wird ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung an Behörden, Begutachtungsstellen oder Dritte weitergegeben. Einzige Ausnahme: Am Ende der Vorbereitung erhalten Sie eine offizielle Teilnahmebescheinigung, die Sie selbst bei der Begutachtungsstelle vorlegen. Diese Bescheinigung enthält keine inhaltlichen Details unserer Gespräche.